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Technik Welches Öl nachfüllen
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ralfh 
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BeitragVerfasst am: 27.07.2015, 18:55   Titel: Welches Öl nachfüllen

Auf meiner dreiwöchigen Skandinavien-Tour kam ich in die Situation, dass der Ölstand um unteren Limit stand. Ich konnte in mehreren Tankstellen kein Öl identifizieren, dass eindeutig als Vier-Takter Motorradöl gekennzeichnet war.

Ich bin davon ausgegangen, dass die untere Markierung nicht das Ende der Fahnenstange ist und habe dann nach ca. 500 km eine Tankstelle mit Motorradöl zum Nachfüllen gefunden.

Trotzdem beschäftigen mich die Fragen:
- Ist Zweitakteröl anders oder kann es auch genutzt werden?
- Ist Auto-Öl so anders oder kann es auch genutzt werden?
- Ist das Mischen verschiedener Öle (Motorradöl und Nachfüll-Öl) ein Problem?

Wie macht ihr es auf längeren Touren? Ich gehe mal davon aus, dass auch andere mal Öl nachfüllen müssen. Habt ihr euer Haus-und-Höf-Öl im Kännchen dabei?

Meine Eckdaten:
Suzuki V-Strom 650
Ölwechsel 500 km vor der Tour
Tourlänge 21 Tage: 9.400 km (Berlin - Masuren - Baltikum- Südfinnland - Westfinnland - Nordkapp - Norwegen (Vesterolen-Lofoten-Geiranger) und über Dänemark zurück).
Kein Ölwechsel im Laufe der Tour. Smile

Ralf
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BeitragVerfasst am: 27.07.2015, 19:19   Titel:

Also ich meine, dass das beste ist, das gleiche Öl nachzufüllen wie schon im Motor deines besten Stückes ist ... das ist natürlich Theorie, und wenn man unterwegs ist (länger) hat man entweder etwas dabei ... oder Moped frisst was lokales zu finden ist ... wie eben der Fahrer!!!
In meinem Handbuch steht 15 x 50, ... 5 x 40 würde auch ok sein ... ich probiere vor allem synthetisches und Mineral-Öl nicht zu mischen.
Wenn kein spezifisches Motorradöl zu finden ist, nehme ich dann ein für mehrventilen 4-takter hochtourigen Motoren gedachtes Öl.
Letztens würde ich sagen ... lieber Öl von der Fritierbude um die Ecke als trocken zu fahren.
... Und lokales Essen ist sehr gut für den Fahrer ... auf der SR (Strada Regionale) 222 ... die Chianti Straße also ... lässt es sich gut leben ... fahren.
Xavier
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ralfh 
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BeitragVerfasst am: 27.07.2015, 19:44   Titel:

Hmm. Die Chianti-Variante tönt interessant. Auch der Ansatz 'lokales' ist ganz gut. Da würde dann auch Olivenöl rund ums Mittelmeer passen. Nur in Skandinavien hätten sie mir dann in Hammerfest wohl eher Rohöl angeboten.

Ich nehme davon mal mit, dass Autoöl im Zweifel nicht falsch ist.
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RaBe ✦✦✦✦
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BeitragVerfasst am: 27.07.2015, 22:18   Titel:

Mal ohne den kulinarischen Aspekt...

Zweitaktöl gehört nicht in einen Viertakter. Das soll mit verbrannt werden und ist unter Schmierungsgesichtsspunkten ganz anders ausgelegt.

Motröle mischen ist grundsätzlich kein Problem. Allerdings sollte man möglichst keine synthetischen und Mineralöle mischen.

Beim Mischen darauf achten, daß die Viskosität (15W 40, 10W 60, was auch immer Deine Gute für einen Saft in sich trägt...) möglichst gleich oder einigermaßen ähnlich ist, falls machbar.
Die Angabe zur Viskosität gibt das Temperaturfenster an (nicht in Grad!), in dem das Öl optimal funktioniert. Da sind Auto-Öle oftmals "niedriger". Das von VW freigegebene Longlife ist z.B. ein 5W 30, das Öl im 690 ccm-KTM-Einzylinder ein 10W 60.
Motorradmotoren haben geringeren Ölinhalt als Automotoren und sind höher belastet (spezifisch = PS/Liter; noch dazu meist höhere Drehzahlen). Daher soll das Öl mehr vertragen (besser Wärme abkönnen, größere Scherstabilität). Also eher auf die Zahl hinter dem W achten. Die sollte halbwegs passen beim Mischen.

Auto-Öl ist dann anders, wenn es "longlife-Öl" heißt - behauptet zumindest der Schrauber meines Vertrauens. Angeblich reagieren manche Motorradmotoren auf bestimmte Additive im Öl empfindlich. Kann Voodoo sein, werden nicht sofort auseinanderfallen...

Grundsätzlich gilt aber: lieber ein falsches (Motor)Öl nachkippen (und wenn es nur so viel ist, um wieder über Minimum zu kommen) als mit deutlich zu wenig Öl zu fahren. Im Zweifel dann zu Hause den Ölwechsel vorziehen.

Der 650er Suzi-V2 sollte sechsstellige Laufleistungen erreichen können. Wenn Du den bei den Beanspruchungen in den skandinavischen Ländern ("mittlere" Sommertemperaturen, strenge Tempolimits) ein paar Tausend Kilometer mit einem suboptimalen Ölmix betreibst sollte eigentlich gar nichts Böses passieren.

Auf einer 10.000 km-Skandinavien-Tour müßte ich so 4 Liter Öl mitnehmen. Da würde ich stattdessen ein halbes Literchen einpacken, falls ich wirklich an einem Ort nur Salatöl kriege. Ist ja nicht Nordkorea. Die Jungs (und Mädels) da fahren auch Moped (wenn auch häufig weitere Strecken zwischen zwei Ölfachgeschäften...)

Viele Grüße und allzeit gute Fahrt

Ralf


Zuletzt bearbeitet von RaBe am 30.07.2015, 05:38, insgesamt einmal bearbeitet
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pelziger37 
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BeitragVerfasst am: 28.07.2015, 11:56   Titel:

ganz wichtig noch ..
wer Naßkupplung hat ,sollte immer nur das ÖL für Motorräder verwenden ..
da muss wohl JASO drauf stehen ..dann ist es für Motorräder mit Naßkupplung geeignet ..ansonsten kann deine Kupplung ganz schnell rutschen. das liegt wohl an den zusatzstoffen ,die wohl die notlaufeigenschaften verbessern sollen ,aber die Naßkupplungen durchrutschen lassen ..
bei mopeds mit Trockenkupplung ( BMW RT und ähnliche ) spielt das keine rolle
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JöTie ✦✦✦✦
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BeitragVerfasst am: 28.07.2015, 14:35   Titel:

JASO ist eine japanische Ölspezifikation.
Wenn eine Nasskupplung vorhanden ist, sollte JASO MA draufstehen, denn diese Öle haben einen höheren Reibwert (Wikipedia rules Wink )

Gruß

Jörg
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Elektronik funktioniert mit Rauch. Wenn der draußen ist funktioniert nichts mehr.
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ralfh 
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BeitragVerfasst am: 29.08.2015, 20:52   Titel:

Danke noch mal für alle Hinweise.

Mein Ölverbrauch auf der Strecke war übrigens minimal. Ich habe nur einmal Öl nachgefüllt und das waren auch nur wenig mehr als ein halber Liter.
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