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Tagestouren Ausfahrt am 07.05.2017 (Filmmuseum)
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biker ✦✦
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Anmeldedatum: 04.06.2013
Beiträge: 223
Wohnort: Berlin   
BeitragVerfasst am: 09.05.2017, 23:23   Titel:

@RaBe:
toller Bericht und sehr gut bebildert, danke,
die zaungäste am pc haben das gefühl dabei gewesen zu sein.
Cool Applaus
_________________
Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle unrecht haben !

Liebe Grüße aus dem sonnigen süden Berlins,
DLzG Thomas Winken

VIDEO_1_Comedy: https://www.youtube.com/watch?v=O5pxILowop0&feature=youtu.be
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max ✦✦✦✦
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Anmeldedatum: 21.07.2013
Beiträge: 108
Wohnort: Hoppegarten OT Hönow   
BeitragVerfasst am: 10.05.2017, 18:27   Titel:

Hallo,
super Bericht , war eine tolle Ausfahrt.

Gruß Mirko Very Happy
_________________
Fahre niemals schneller, als dein Schutzengel fliegen kann!
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TG800 ✦✦✦✦
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Beiträge: 565
Wohnort: Berlin   
BeitragVerfasst am: 10.05.2017, 19:36   Titel:

Tja Ralf,
das war ein super Einstand und ein tolles Ziel.
Ich habe selbst in meiner Schulzeit viel S/W fotografiert und auch entwickelt, dabei auch einige Preise gewonnen. Somit war es für mich ein Blick zurück in die Vergangenheit. Ein Teil meinder damilgen Ausrüstung habe ich noch und überlege diese nun dem Museum zu spenden.

Auch der Bericht ist dir sehr gut gelungen, leicht erzählt mit einem deutlichen Hang zur Ironie.

Aber wo viel Lob da ist auch etwas Schatten, ich fand die Tour von der Strecke her etwas eintönig, so kleines High Light a la Ole mit ner kurzen Schotterpassage oder die von uns so geliebten Plattenwege wären das Tüpfelchen auf dem i gewesen.

Mach weiter so!

Gruß Gerald
_________________
Ich fahre TT!
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Bernard ✦✦✦
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Beiträge: 27
  
BeitragVerfasst am: 11.05.2017, 10:17   Titel:

Na, das war doch mal ein würdiger Auftakt einer Tourguide-Laufbahn!
Ich fand die Strecke teilweise sehr schön, die Truppe dufte und die Orga top.
Nichts weniger als das. Bin gespannt was als nächstes kommt und bedanke mich.

Grüße Winken
Ben
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RaBe ✦✦✦✦
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Anmeldedatum: 01.06.2015
Beiträge: 450
Wohnort: Berlin   
BeitragVerfasst am: 20.05.2017, 19:42   Titel:

Im Nachgang zu unserem Besuch im Film- und Industriemuseum lieferte Manfred Gill, der frühere Archivar der Filmfabrik und unser Museumsführer, noch zwei Ergänzungen, die ich – mit seinem Einverständnis – sehr gerne an dieser Stelle weitergebe.

Hier also der „Gastbeitrag“:

„Werter Herr Kruse,

herzlichen Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Das Lob für meine Führung gebe ich gern zurück. Jede Führung kann nur so gut sein, wie die Besucher mitmachen. Ich habe auch schon andere Biker erlebt. Also Dank auch an Sie und Ihre Mitfahrer. [...]

Mit großem Interesse habe ich auch Ihren Bericht über die Fahrt und die historische Darstellung gelesen. Im großen und ganzen ist alles ok., will auch nicht unnötig und kleinlich korrigieren, kurz nur 2 Hinweise:

1.: Die Agfa ist ursprünglich eine Berliner Firma, saß in Treptow und in Rummelsburg. Wegen Platzmangel, keine billige Kohle vor Ort, hohe Lohnkosten, keine Entsorgungsmöglichkeiten der Chemieabfälle usw., zog sie nach Wolfen und verlegte ab 1932 auch den Sitz der Direktion dorthin. Mit Gründung der IG-Farben mussten die angeschlossenen Betriebe - Bayer-Photopapiere, Leverkusen und Camerawerk Rietzschel, München - ihre Markennamen ablegen und Agfa übernehmen, so dass für jeden Kunden klar war: unter diesem Namen gab es alles zur Photographie, von der Kamera bis zum entwickelten Film.
Wir waren also der Namensgeber für die Westbetriebe. Nach dem 2.Weltkrieg gab es einen Vertrag über die gegenseitige Nutzung: Leverkusen für den Westen, wir für den Osten. Als aber Leverkusen ab 1949/1950 eine eigene Filmproduktion aufbaute - Adenauer wollte nicht ständig auf den Film aus der Ostzone angewiesen sein - lief der Vertrag gegen uns, da uns Leverkusen nun aus den Märkten rausdrückte. Dazu der Genosse Ulbricht: „Agfa ist alter IG-Geist, der Name muss weg“.
Wir [die Filmfabrik] wollten es nicht. Es war eine Weltmarke und wir damit in 85 Ländern.
Die politische Situation - vor allem nach Mauerbau - lief aber gegen uns und bevor es zu Rechtsstreitigkeiten kam (es gab keine, entgegen der weitverbreiteten Volksmeinung, oft mit Jena verglichen) haben WIR 1963 den Vertrag gekündigt, Leverkusen das Warenzeichen verkauft und 1964 ORWO, als ORiginal WOlfen eingeführt.

2. Hinweis: Der amerikanische Farbfilm wird nach einem anderen Verfahren produziert und auch entwickelt. Die Amerikaner haben aber 1945 die Agfa-Patente offengelegt und den Goldsalzeffekt, der bis dahin geheim war, für ihre Filme genutzt. Durch den Zusatz von Goldsalz konnte die Empfindlichkeit mindestens um das 2fache gesteigert werden.
Im Westen firmierten wir als „Revue“ [Quelle] und „Brillant“[Neckermann]. Ein großer Absatz der Farbfilme war nicht möglich, da - wie bereits geschrieben - der ORWO-Film anders entwickelt werden musste und es nur wenige Labore dafür in der BRD gab. Dazu kam, dass wir mit Einführung des DX-Codes auf der Blechpatrone ab Mitte der 80er Jahre nicht mithalten konnten. Auf unsere Plastepatrone ging es nicht und dünne Bleche für Patronen hatten wir nicht.

Sonst sicher alles ok von Ihnen geschrieben.

Nochmals herzlichen Dank und Ihnen und Ihren Mitfahrern immer gute Fahrt und mindestens einen Zentimeter Platz zum nächsten.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Gill, Archivar i.R.“


Meine Frage, ob ich ihn zitieren dürfe, beantwortete Her Gill dann so:


„Werter Herr Kruse,

herzlichen Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Selbstverständlich können Sie meine Zeilen, egal in welcher Form, nutzen.

Die Warenzeichenfrage ist doch etwas komplexer, als ich es hier nur kurz dargestellt habe. Ulbricht hat damals - zu recht - auch darauf hingewiesen, dass „Agfa“ ja eigentlich „Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation“ heißt, wir aber ein sozialistischer, volkseigener Betrieb sind und wir keine Farben, sondern Film und Fasern herstellten.
Dazu kam, dass unser Ausstellungsstand auf der weltgrößten Photomesse, der „photokina“ in Köln 1960 geschlossen wurde, weil wir mit „Made in GDR“ geworben hatten. Unser berechtigter Anspruch auf das Warenzeichen „Agfa“ wäre 1963 angesichts der Noch-nicht-Anerkennung der DDR bei einem eventuellen Rechtsstreit international mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht durchsetzbar gewesen, siehe auch die Niederlage der Jenenser vor einem britischen Gericht.

Soviel in Kurzfassung. Ihnen noch eine gute Woche.

Mit freundlichen Grüßen

M. Gill“
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