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Tagestouren Ausfahrt am 08.10.2017 (Australien)
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crosswood ✦✦✦
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Anmeldedatum: 03.05.2017
Beiträge: 9
  
BeitragVerfasst am: 09.10.2017, 15:04   Titel:

Hallo liebe Gemeinde. Danke für den schönen Tag. Zu Beginn leicht kühl und verregnet. Sehr schöne Streckenführung. Das Fahren in unwegsamen Gelände oder eben auch mal auf nasser belaubter Fahrbahn kann hier von ge- und ungeübten zur Verbesserung des Fahrkönnens und zum Ablegen eventuell bestehender Ängste genutzt werden. Das Wetter wurde stetig besser und somit hat sich die gefahrene Durchschnitssgeschwindigkeit bis zum Ende der Tour erhöht was mich persönlich stetig mehr begeisterte. Über das Museum brauche ich nichts zu schreiben....
In Dobbrikow wurde ich von Ron mit dem Gelben Band of (Berlin) Brothers behangen...Freu
Ein schöner Tag. Vielen Dank!
_________________
Träger des Freizeit-Nobel-Preises und Berufsjugendlicher im Ruhestand auf einer KTM 690 ENDURO R ABS 2014 mit On- und Off-Road-Reifensätzen.
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Ron ✦✦✦✦
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Anmeldedatum: 07.01.2007
Beiträge: 4358
Wohnort: Berlin   
BeitragVerfasst am: 10.10.2017, 17:22   Titel:

Ein wenig Mut war heute schon erforderlich, zu dieser Tour aufzubrechen. Denn auch wenn die Wettervorhersage recht optimistisch war, konnte man dies von dem wolkenverhangenen Himmel nicht gerade behaupten. Aber es gab kaum Rückzieher und so starteten wir mit acht Leuten auf eine sehr herbstliche Tour.

Am Treffpunkt Südost, dem Bakersdrive in Adlershof trafen sich Susann und Björn, Gerd, Jens, Ralf, Robert, Thomas und ich zunächst zu einem Kaffee mit und ohne Brötchen.



Bei noch feuchten Straßen legten wir ab. Es ging in Richtung Spreeauen aus Berlin hinaus.









Bei Spreenhagen legten wir die Einreihpause ein.



Weiter gen Süd-Ost führte uns der Weg.



Dabei war das Wüten des Tiefdruckgebietes "Xavier" überall gegenwärtig. Neben den herbstlich belegten Straßen



lagen überall die halbwegs zur Seite geschafften Bäume und Äste herum.





Noch ein kurzes Stück über Kolpin, Reichenwalde, Wendisch Rietz, Kossenblatt und Briescht erreichten wir in Trebatsch unser heutiges Ziel.











Das hiesige Leichhardt-Museum ist einer ganz besonderen historischen Figur gewidmet: Ludwig Leichhardt.

Ludwig Leichhardt wurde am 23. Oktober 1813 in Sabrodt (heute Trebatsch Gemeinde Tauche) geboren. Sein Vater, ein Torfinspektor, und vor allem sein Taufpate, der Pastor Rödelius, ermöglichten ihm entgegen der damaligen Chancen der Landbevölkerung eine gute schulische Ausbildung. Diese führte ihn sogar bis zur Universität. Zunächst studiert er in Berlin Philosophie und wechselte 1833 dann nach Göttingen, wo er sich zusätzlich der Religionswissenschaft, Naturgeschichte, Botanik und Physik widmetet. Dort lernte er zwei Kommilitonen kennen, die ihn nach England mitnahmen und ihm später eine Reise nach Australien finanzierten.

Auf dem Schiff "Sir Edward Paget" setzte Ludwig Leichhardt am 1. Oktober 1841 nach Australien über. Dort im Februar 1842 in Sydney angekommen, bemühte er sich zunächst um eine Anstellung. Jedoch scheiterten seine Bewerbungen als Direktor des Botanischen Gartens von Sydney und als Landvermesser. So trieb es ihn weiter in den Norden nach Newcastle am Hunter River. Er fand eine Unterkunft bei einem dortigen Schafzüchter und hier begann er seine ersten fußläufigen Erkundungen des australischen Outbacks.

Einige Jahre später begann er mit der Vorbereitung einer professionellen Erkundungstour. Es gelang ihm zwar, einige Spenden hierfür einzusammeln. Aber von einer reichhaltigen Ausstattung konnte keine Rede sein. Gerade einen Sextanten und einen kleinen Taschenkompass konnte er sein Eigen nennen. Aber es sollte reichen.

Auf insgesamt drei Expeditionen erweiterte er grundlegend das Wissen über den fünften Kontinent. Er entdeckte ein Kohlevorkommen in Queensland, das nach ihm benannt wurde und mit seiner Ausbeutung der Region großen Wohlstand verschuf. In von ihm genommenen Gesteinsproben wurden versteinerte Korallen entdeckt, die nach ihm benannt wurden. Von ihm entdeckten und erstmals dokumentierten Gebirgszügen, Flüssen und Bergen gab er selbst Namen, mit denen er seine Begleiter und Geldgeber ehren wollte. So tragen sie noch heute deren Namen. Darunter zum Beispiel die Lynd Range, der Mount Nicholson, der Mount Phillips, Roper River, Burdekin River, Gilbert River, Calvert River und die Brown Lagoon.

Die dritte Expedition im Jahr 1848 sollte eine vollständige Durchquerung des Kontinents von Ost nach West beinhalten. Nach dem grünen Band sollte es durch die Wüste gehen. Hier muss es wohl richtige Probleme gegeben haben. Was genau geschah, ist nicht bekannt. Nur, dass sich seine Spuren hier verlaufen haben und Ludwig Leichhardt seitdem als verschollen gilt. Gerade einmal 35 Jahre alt.

Sein Erbe ist umfassend. Viele von ihm entdeckte Tierarten tragen seinen Namen. So zum Beispiel der "Leichhardt Sägerochen", der "Leichhardt Knochenzüngler" (ein Süsswasserfisch), ein rot-, blau- und orangefarbener Grasshüpfer namens "Leichhardt Grasshopper" oder das Hasenkänguruh (Lagorchestes leichhardti). Ebenso fand und dokumentierte er viele Pflanzen. Die "Leichhardtia australis" gilt als synonym für die "Buschbanane". Oder die "Leichhardtia macleayana", ein Zypressengewächs. Die Zahl der nach ihm benannten geografischen Merkmale ist noch größer. Etwa Leichhardt als Stadtteile von Sydney und Ipswitch, weitere Ortschaften, Staudämme, Kohlebergwerke, Kupferminen, Flüsse, Wasserfälle, Highways, Höhenzüge und ein ganzer Berg. Straßennamen und Institutionen wie Schulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sind ungezählt und auch auf Briefmarken und Geldscheinen ist sein Profil zu finden. In Sydney und in Darwin wurde auch ein Denkmal von ihm aufgestellt. Die jüngste Ehrung erfolgte im Jahr 2014. In Gegenwart von Bundestagspräsident Norbert Lammert und seines Ur-ur-Großneffen taufte die Fluglinie Quantas eine Boing 737-800 auf den Namen Leichhardts.

In Deutschland wurde die Erinnerung an Ludwig Leichhardt erst in den letzten Jahren ein wenig geweckt. So ist die von ihm besuchte Schule in Goyatz und das Gymnasium in Cottbus nach ihm benannt. Hingegen scheint der Fortbestand des Leichhardt-Museums in Trebatsch nicht gesichert. Es scheint da Auseinandersetzungen in der Gemeinde zu geben.

Wir warfen einen Blick ins Innere des Hauses.







Einen etwas merkwürdigen Eindruck hatten wir von dem Museum schon. Es war eigentlich eher so eine Mischung aus Leichhardt- und Heimatmuseum. Es wäre sonst vielleicht interessant gewesen, ein altes Schulzimmer zu besichtigen (hatten wir ja auch schon mehrfach) oder die Ergebnisse lokaler Ausgrabungen zu besichtigen (dito). Aber für den Titel des Australien-Entdeckers war die Informationsdichte doch sehr gering. Aber dafür gibt es ja auch Wikipedia! Wink

Wir sahen uns weiter um.

























Nach dem Rundgang war der Weg zur Futterkrippe nicht weit. Nur wenige Meter hinter der angrenzenden Spree wurden wir bei der "Spreebrücke" fündig. Und dank der Vorbestellung klappte es auch hier zügig mit dem Essen.



Noch ein kurzer Blick auf den Leichhardt-Gedenkstein beim Abfahren vom Restaurant





und wir traten den Heimweg an. Inzwischen war der Himmel sehr viel freundlicher geworden und die Herbstsonne schaffte es auch, die Gradzahl ein wenig zu erhöhen.



Wir fuhren über eine sehr schöne Strecke (die bei besserem Wetter natürlich noch angenehmer gewesen wäre) über Schuhlen, Wittmannsdorf, Krugau, Schlepzig, Krausnick und erreichten kurz vor Waldow/Brand den Spreewaldring, wo wir einen kurzen Stopp einlegten und ein paar Fahrern bei ihren Übungsrunden zuschauten.



Weiter in Richtung Westen und dabei immer die jetzt strahlende Sonne im Gesicht fuhren wir über Gersdorf, Sagritz, Altgolßen, Sellendorf, Steinreich, Wahlsdorf, Petkus und durch das Baruther Urstromtal nach Stülpe und Luckenwalde, wo wir schließlich einen Tankstopp machten.













Nur wenige Minuten später erreichten wir Dobbrikow, wo wir zum Kaffee einkehrten.





Es galt auch heute wieder, einen offiziellen Akt zu zelebrieren: Björn erhielt sein "Güld'nes Band".









Von hier verliefen sich dann unsere Pfade. Nicht nur, dass wie immer einige den direkten Heimweg antraten. Zudem galt es, die Stadteinfahrt über die AVUS zu meiden. Wegen der Sperrung des Zehlendorfer Kleeblatts drohte ein Verkehrschaos. So nahmen ein paar Leute noch den Umweg über Potsdam in Kauf, um von Westen, bzw. von Norden nach Berlin einzufahren.

Nach 242 herbstlichen Kilometern ging wieder eine interessante Tour zu ende, die auch wieder ein paar neue Seiten Brandenburgs aufgezeigt hat.

Bis zum nächsten Mal!

Gruß Ron Winken
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BeitragVerfasst am: 11.10.2017, 17:10   Titel:

Hallo Ron,

eine sehr entspannte Runde am Sonntag, bei der wieder alles super geklappt hat. Tolle Streckenplanung, nette Mitfahrer, leckeres Essen und auch das Wetter hat wieder mitgespielt.
Danke für den sehr ausführlichen und interessanten Tourbericht.
Dein Bericht beinhaltet sehr viele Informationen über Ludwig Leichhardt, im Gegensatz zur gesamten Führung im "Heimatmuseum".

Viele Grüße Thomas
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Beiträge: 4358
Wohnort: Berlin   
BeitragVerfasst am: 11.10.2017, 17:38   Titel:

Jo. Wie schon leicht angedeutet, war ich von dem Vortrag dort auch eher enttäuscht. Das Thema kam wirklich viel zu kurz. Aber wie erwähnt ist Wikipedia hier immer ein hilfreiches Tool. Werde dieses Jahr auch wieder einmal dort spenden.

Gruß Ron Winken
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