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Mehrtagestouren HH meets B 18.-20.08.06
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Ron ✦✦✦✦
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Anmeldedatum: 07.01.2007
Beiträge: 4364
Wohnort: Berlin   
BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 00:54   Titel: HH meets B 18.-20.08.06

Daß wir mit dem Zeitplan für unsere Anreise nicht ganz hinkommen würden, deutete sich schon auf der Anfahrt zur Spinnerbrücke an: der gesamte Stadtring Nord war ein einziger Stau. Das würde also bedeuten, daß wir den Umweg über Potsdam machen würden.

Aber erst einmal gab es noch einen Kaffee an der Brücke, bevor wir uns aufmachten.



Moni, Jens, Hardy, Gregor und ich drehten also die Runde über das Havelland. Weil wir aber nicht allzu spät in Waren eintreffen wollten und das Wetter nicht wirklich vielversprechend war, entschlossen wir uns, nicht der geplanten Route zu folgen, sondern den größten Teil auf der Autobahn zu unserem Ziel zu sprinten.

Es ging also über Potdam, Seeburg, Falkensee und Marwitz nach Eichstädt, wo wir auf die A24 fuhren und später weiter auf der A19, die wir an der Ausfahrt Waren/Müritz verließen. Zeit für eine kurze Rauchpause.



Kurz darauf trafen wir an unserem Treffpunkt ein. Reiner und Alex, die eine Enduro-Anfahrt gewählt hatten, waren schon vor Ort und hielten uns einen Tisch frei.



Unsere Moppeds sahen anfangs noch reichlich verlassen aus.



Aber als dann auch die Nordies eingetroffen waren, füllte sich der Parkplatz …



… und auch unser Tisch.



Jetzt waren wir mit Angelika und Jörg, Svanny, Renate und Frank, Andy und dem Berliner Re-Import Stefan fast vollzählig. Kurze Zeit danach, waren wir mit Dani, die mit dem neuen Passat nachgefahren kam, dann komplett.

Und nicht nur der Lack des Wagens war sozusagen "nagelneu". Wink



Kurz bevor wir uns auf den Weg zur Pension machen wollten, geschah dann das Unmögliche: der niegelnagelneue Wagen von Dani wurde von einem anderen Fahrer beim Rangieren übersehen und verpasste dem guten Stück einen heftigen Stupser.



Das war dann schon der zweite Crash, den wir auf dieser Tour zu verzeichnen hatten. Denn auf der Anfahrt von Hamburg nach Waren hatte Renate schon das Pech ereilt und ihr beim Anfahren auf eine Ampel das Hinterrad wegrutschen lassen.

Es ging dann in großem Troß auf das letzte Etappenstück. Die Wegführung war für diese große Gruppe wie geschaffen. Eine fast durchgehende Straße führte uns vorbei an unzähligen kleinen Ortschaften, in denen fast überall die Ampelanlagen abgeschaltet waren. So kamen wir ohne Hindernisse nach Burg Stargard. Wie sich jetzt erst herausstellte, hatten wir gleich zu Beginn Hardy verloren, der den Weg Dank Danis Navi aber selbst fand.

Wir nahmen den Hof der Pension dann mit unseren Moppeds in Beschlag.



Nach einem kurzen Frischmachen trafen wir uns im Hof wieder und ließen den Abend (oder besser: die Nacht) bei einigen Bieren dann ausklingen. Wie immer gab es jede Menge zu erzählen.







Die letzten schafften es dann gegen drei Uhr in die Betten. Dementsprechend bedurfte es am nächsten Morgen einiger Tassen Kaffee, um wach zu werden.



Während wir die letzten Knochen wachschüttelten, trafen dann auch die Kurzbesucher bei uns ein. Mit Ines, Dieter, Helmut, Ralf und Bine war die Gruppe jetzt wirklich vollständig und so machten wir uns bereit, um auf große Fahrt zu gehen. Leider konnten Renate und Frank doch nicht mitkommen, weil der Sturz des Vortages bei Renate doch deutliche Spuren hinterlassen hatte. Auf ärztlichen Rat hin traten die beiden dann am Nachmittag die Heimreise an.

Für die anderen ging es in zwei Gruppen auf Tour. Wir verließen unter lautem Getöse den Hof und wollten uns später dann wieder auf Usedom zum Mittagessen treffen.



Während Jörg, den wir als zweiten Tourenguide anheuern konnten, seine Gruppe Richtung Nordwesten führte, ging es für die zweite Schar nach Nordosten. Allerdings war der erste Tourabschnitt recht kurz. Nach etwa einer dreiviertel Stunde widerfuhr uns ein ziemliches Unglück: Svanny kam in einer zügigen Kurve von der Straße ab und stürzte mit ihrer Maschine in ein Maisfeld. Aber offenbar waren alle Schutzengel dabei mit von der Partie, denn trotz des weiten Abflugs (was man bei einer Spanne von etwa zwölf Metern wohl wirklich so bezeichnen muß) kam Svanny halbwegs glimpflich davon. Eine Unzahl von Prellungen waren die einzigen Verletzungen. Die Maschine war allerdings hinüber.

Hier ein paar Bilder vom Ort des Geschehens:

Man beachte die gerade Linie direkt in das Maisfeld. Die Spur führt ungeheuer knapp über den Rand eines Bewässerungsgrabens entlang. Nicht auszudenken, wenn die Linie nur ein paar Zentimeter weiter rechts gelegen hätte- oder weiter links, was unweigerlich zur Kollision mit dem Baum geführt hätte.



Hier die Aufschlagort. Einige Maispflanzen mussten daran glauben, wie auch ein kleines Bäumchen (links vorne), das wir aber wieder aufgerichtet haben.



Die Maschine hatte es natürlich zerlegt.



Obwohl bei näherem Hinsehen alles noch halbwegs reparabel erschien.



Nach dem Schock setzten wir uns erst einmal auf ein schattiges Plätzchen und warteten auf den inzwischen benachrichtigten ADAC. Nach knapp einer Stunde war der Wagen dann auch da und das Mopped wurde verladen.





Svanny hatte aber ihre gute Laune nicht verloren und setzte die Tour mit uns als Sozia bei Jens fort.

So ging es dann mit Verspätung weiter zum geplanten Treffpunkt auf Usedom. Allerdings nahmen wir den direkten Weg, um die verlorene Zeit etwas aufzuholen. Dem Treffen auf Usedom machte jedoch ein weiterer Unfall einen Strich durch die Rechnung. Die B111 war wegen dieses Unfalls komplett gesperrt. Zwar versuchten wir noch über einen Umweg an unser Ziel zu kommen. Aber als wir die vielen Wohnwagengespanne sahen, die auf den schmalen Kopfsteinpflasterstrassen das gleiche versuchten und uns ein Vorwärtskommen nur in Schrittgeschwindigkeit ermöglichten, hielten wir an und telefonierten mit der anderen Gruppe, um einen anderen Treffpunkt auszumachen.



Wir einigten uns auf Kemnitz kurz vor Greifswald, wo wir dann auch einen Gasthof fanden, um endlich die knurrenden Mägen ruhig zu stellen.



Derweil legten auch unsere aufgereihten Moppeds eine verdiente Pause ein.



Gestärkt traten wir dann den Rückweg an. Wir teilten uns wieder in zwei Gruppen auf. Die eine Karawane um Jörg hatte sich vorgenommen auf dem Rückweg die nötigen Einkäufe für den Grillabend zu erledigen (sie hatten auch den nötigen Stauraum an Bord). Der Rest fuhr auf ein paar Umwegen zur Pension zurück.

Unterwegs gerieten wir in eine Sackgasse, die wir für eine weitere kurze Pause nutzten.



Danach nahmen wir einen weiteren Umweg in Kauf, weil wir uns noch einmal die Unfallstelle ansehen wollten. Denn gemeinsam mit Svanny rätselten wir noch immer nach dem Auslöser für den Unfall wurden aber dennoch nicht schlüssig.

Zurück in der Pension ging dann unser Grillabend los. Alles, was wir nicht selbst eingekauft hatten, bekamen wir von der Pension. Auch zwei leckere Salate hatte die Wirtin für uns gemacht. Einen besonderen Dank hat sich dabei Stefan verdient, der den ganzen Abend über den Grillmeister für uns gemacht hat.







Wie am Vortag wurde der Abend noch sehr lang. Wir hatten wieder Gesprächsthemen ohne Ende und viel Gelacht wurde dabei auch. Es war eine super Stimmung.











Auch ein kleines Nachttier gesellte sich zu uns. Erst erschreckte uns ein ungewöhnliches Geräusch, aber es stellte sich bald als harmloser, verirrter Igel heraus.



Wieder wurde der Abend lang (3:30 Uhr), die Nacht kurz und der Koffeinbedarf am nächsten Morgen entsprechend groß. Dank der milden Temperaturen verlegten wir das Frühstück kurzerhand in den Hof.





Dann hieß es wieder Abschied nehmen. Die Nordies ritten als erstes vom Hof, während die Berliner noch von einer schnellen Kupplungsreparatur aufgehalten wurden.



Kreuz und quer ging es parallel zur B96 Richtung Berlin. Unterwegs noch eine kurze Pause,



bevor wir uns nach Kremmen durchschlugen. Dabei flüchteten wir bei jeder Kehre erfolgreich vor einer uns verfolgenden Regenwolke.

Wir nutzten den Stopp in Kremmen für ein verspätetes Mittagessen.



Danach machte sich dann jeder auf den Heimweg.

Es war wieder ein super Wochenende. Wie immer gab es viel zu erzählen und viel zu lachen. Das Moppedfahren kam auch nicht zu kurz und trotz der Fährnisse, die uns widerfuhren wird das Treffen lange in Erinnerung bleiben. Die größten Glückspilze des Wochenendes waren wohl sicher Renate und Svanny, die ihre Unfälle beide glimpflich überstanden haben. Ich wünsche Euch auf diesem Wege noch einmal gute Besserung und ein baldiges "back on the road", wenn Eure Maschinen wieder voll funktionstüchtig sind.

Wie schon geschrieben, hat mich selbst am Sonntagabend noch eine persönliche Hiobsbotschaft erreicht. Meine Mutter ist am Sonnabend gestorben. Auch wenn wir in der Familie schon einige Zeit damit gerechnet hatten, trifft solch eine Meldung dann doch ziemlich hart. Aber der Tod gehört nun einmal zum Leben dazu. Bei der Gelegenheit vielen Dank für die vielen netten Worte, die mich im Forum, per PN, eMail und Telefon erreicht haben. Das tut wirklich gut!

Trotzdem freue ich mich auf das nächste Treffen. Vielleicht klappt es ja noch in diesem Jahr.

Bis dahin!

Mehr Bilder gibt es in der Gallery meiner Homepage.

Gruß Ron Winken
_________________
Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.

www.RonGS.de
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