Und diesmal sogar ein "runder". Es ist inzwischen unser
150. BBB-Stammtisch!
Grund genug, die Tassen zu heben. Und wo könnte dies besser gelingen, als in einem traditionellen Brauhaus. Das ehemalige Luisenbräu, heute das "Lemke am Schloß" soll unser Treffpunkt sein.
Es geht also los,
am Donnerstag, dem 12. März 2026
um 19:00 Uhr
im Lemke am Schloss
Luisenplatz 1
10585 Berlin
https://schloss.lemke.berlin/
Das Ganze ist direkt am Schloss Charlottenburg gelegen. Der Bus 109 hält direkt vor der Tür, der Bus M45 um die Ecke und der U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz ist etwa 500 Meter entfernt. Hier eine Übersicht:
Ich habe zunächst 6 Plätze reserviert. Wie immer: haltet euch bitte 'ran mit eurer Anmeldung, damit wir ggf. nachordern können.
Bis Donnerstag!
Gruß Ron _________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.
Viel Spaß beim vermutliFrühch letzten Stammtisch in diesem Frühling.
Liebe Grüße von Birgit und Jörg aus Neuseeland _________________ Der Weg ist das Ziel und die Bergstraßen das Salz in der Bikersuppe.
An diesem denkwürdigen Tag (Liza Minelli feierte ihren 80. Geburtstag) gab es für uns auch ein rundes Jubiläum: wir zelebrierten unseren 150. BBB-Stammtisch! Gut … Liza wird wohl mehr Gäste gehabt haben aber für uns Fünf (Ina und Ralf, Jörg, Georgij, Icke) wurde es auch lustig. Wir waren heute im ehemaligen Luisenbräu, dem "Lemke am Schloss" (Charlottenburg) eingekehrt.
Georgiy war der Erste, Jörg der Zweite vor Ort, die schon warteten.
Bald danach kamen auch Ina und Ralf und so nahm der Abend Fahrt auf. Wir orderten das Essen und zu trinken. In einem Brauhaus wollte man natürlich die Hausmarken probieren. Aber in Sachen "alkoholfrei" hatte man hier wohl nicht allzu viel Erfahrung. Diese Eigenkreation "Lemke – Pale Ale Style – Alkoholfrei"
ist jedenfalls mehr etwas für die "Pfui-Bah-Kiste". (Wer die Pfui-Bah-Kiste nicht kennt, der möge danach googeln. Und wer dazu zu faul ist, dem sei die Lektüre über Peter Pan empfohlen. )
Aber das Essen war gut und reichhaltig. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Wiener Schnitzel und Schnitzel Wiener Art,
eine zünftige Schweinshaxe,
eine "original Berliner" Currywurst (ok, darüber könnte man streiten, denn die legendären Damen Charlotte Konnopke und Herta Heuwer haben sie wohl etwas anders zubereitet)
und ein Süppchen
bevölkerten unsere Tafel. So zog sich der Abend hin. Gesprächsthemen waren die neueste 13er GS, deren stolzer Neu-Besitzer gleich eine Lage darauf gegeben hat (vielen Dank dafür und noch einmal Gratulation an Ralf!). Weiter über italienische Reiseziele, Hunde-Erfahrungen im Treppensteigen, Camping-Mobile und wie "angenehm" die Benutzung derer Toiletten ist (komisch, dieses Thema hatten wir in der laufenden Stammtisch-Saison schon einmal), die neuesten Wendungen in der Atom-Politik der EU und warum Frau von der Leyen so einen unsinnigen Rückschritt unternimmt, Aktuelles in Sachen E-Autos, Stromerzeugung in der Laube und wie man den Speicher zur Einspeisung ins öffentliche Netz bringt, neue Steuer-Modelle für den Elektro-Verkehr und warum in der mittleren bis fernen Zukunft jeder gefahrene E-Kilometer mindestens 5 Cent Energiesteuer kosten wird und schließlich noch, was ein gebrochener Finger mit einem schmerzenden Oberkörper zu tun hat. Alles in Allem der üblich bunte Strauß an Gesprächsthemen.
Kurz nach Zehn machten wir uns dann auf den Heimweg.
Bis zum nächsten Mal! Und bis dahin wollen wir versuchen, eine kleine Spontan-Tour abzubrettern. Schließlich muss die neue GS ihr Können beweisen! Bis dahin!
Gruß Ron _________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.
Ein kleiner Nachtrag noch zu einem Diskussionsthema: es wurde behauptet und von anderen Diskutanten bestritten, dass von der Entschädigung für unschuldig Inhaftierte (derzeit 75 Euro pro Tag) diese vom Staat noch eine Rechnung für Kost und Logis bekämen, die von dieser Entschädigung abgezogen werde und das Risiko entstehe, dass ein unschuldig Verurteilter für die zu Unrecht erlittene Haft auch noch zur Kasse gebeten werde und "draufzahlen" müsse.
Das ist tatsächlich falsch! (Ätsch!)
Der zitierte Fall des Manfred Genditzki liegt anders: er hatte Schlagzeilen gemacht, weil er unschuldig für einen Mord hinter Gitter gekommen ist. Nach einem langwierigen Verfahren zur Wiederaufnahme des Prozesses und schließlich des folgenden Freispruchs (bei dem sich das Gericht für die deutsche Justiz formell entschuldigt hatte), wurde ihm eine Entschädigung von 368.700 Euro gezahlt. Nach § 7 StrEG (Strafverfolgunsmaßnahmenentschädigungsgesetz) erhielt er für 4.916 Tage einen Satz von jeweils 75 Euro. Von dieser Entschädigung wurde nichts abgezogen!
Aber Genditzki forderte zusätzlich zur Haftentschädigung einen privatrechtlichen Schadenersatz, der auch gemäß StrEG geltend gemacht werden kann. Er forderte für den in Freiheit entgangenen Arbeitslohn einen Betrag von 451.576,89 Euro (bei ca. 13,5 Jahren ein Netto-Lohn von etwa 33.000 p.a. - er war Hausmeister in einer Wohnanlage). Hiergegen nahm der Freistaat Bayern eine Aufrechnung gemäß §§ 249 ff. BGB vor, was in jedem Schadenersatzprozess zulässig ist. Für "Kost und Logis" rechnete man 50.442,48 Euro dagegen und den tatsächlich erzielten "Lohn" für Arbeit im Gefängnis von 48.979,06 also insgesamt 99.421,54 Euro. Wie bei jedem anderen Schadenersatzprozess hat man also den vorherigen Zustand (was wäre, wenn das alles nicht passiert wäre) wiederhergestellt. Natürlich kann man jetzt moralisch darüber streiten, ob das ok ist. Aber es entspricht tatsächlich der aktuellen Gesetzeslage. Zusätzlich forderte er übrigens noch ein Schmerzensgeld in Höhe von 750.000 Euro. Nach langen Verhandlungen einigte man sich schließlich auf die Zahlung eines Betrages von 1.310.000 Euro, mit der dann alle Ansprüche für erledigt erklärt wurden.
Gut … die 13,5 Jahre Haft möchte ich nicht erlebt haben. Aber mit 1,3 Millionen in Rente gehen, hört sich irgendwie auch nicht schlecht an.
Gruß Ron
Wer das nachlesen möchte: HIER und HIER _________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.