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Berlin-Brandenburg-Biker.deForum für Motorradfahrer/innen aus Berlin und Brandenburg
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Freddy 88 ✦✦✦
User
Anmeldedatum: 04.06.2023 Beiträge: 18
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Verfasst am: 25.04.2026 14:42 Uhr Titel: Re: Ausfahrt am 26.04.2026 (Ritter-Tour/Saisoneröffnung) |
Lesezeit: 0,03 Min |
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Für mich bitte auch Kesselgulasch
= 12 mal Kesselgulasch |
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Jörg Bandit 1200 ✦✦✦✦
Topuser
Anmeldedatum: 20.06.2011 Beiträge: 687 Wohnort: Berlin, Reinickendorf
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Caro ✦✦
Newbie
Anmeldedatum: 29.09.2024 Beiträge: 4 Wohnort: Berlin-Lichterfelde
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Verfasst am: 26.04.2026 20:59 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,07 Min |
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Danke an alle Teilnehmer und Ron, der das möglich macht.
Es war ein schöner Tag |
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Freddy 88 ✦✦✦
User
Anmeldedatum: 04.06.2023 Beiträge: 18
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Verfasst am: 26.04.2026 21:11 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,30 Min |
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Danke an Ron für die wiedermal echt schöne Tourplanung mit toller Strecke in der Natur.
Mit Uns allen hat es das Wetter gut gemeint ????
Bin auch gut angekommen .
Danke für die gelungene Ausfahrt und die Gespräche die einen
Das Fahren in der Gruppe echt immer mehr näher bringen.
Und das Gelbe Band war der krönende Abschluss.
Euch allen einen ruhigen Abend und
Bis zur nächsten Tour
Robert |
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ralfr12r ✦✦✦✦
Topuser
Anmeldedatum: 18.02.2010 Beiträge: 291 Wohnort: Wandlitz
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Verfasst am: 26.04.2026 21:13 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,14 Min |
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Bin auch wieder gut angekommen. Was für ein schöner Tag. Dafür besonderen Dank an Ron für die Organisation und Durchführung und natürlich an die Mitfahrenden.
Einen entspannten Wochenendstart
DLzG
Ralf |
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Britta ✦✦
User
Anmeldedatum: 30.08.2013 Beiträge: 95 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 26.04.2026 21:40 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,18 Min |
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Was für eine schöne sonnige und harmonische Tour!
Bestes Wetter, schöne Burgen, leckeres Essen und nette Teilnehmer.
Was will man mehr.
Danke an alle für den wunderbaren Tag, habt eine schöne Woche und kommt gut in den ersten Mai  |
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Ron ✦✦✦✦
Moderator
Forums-Sponsor
Tourguide
Anmeldedatum: 07.01.2007 Beiträge: 5729 Wohnort: Ofenstadt Velten
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Verfasst am: 27.04.2026 01:57 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,25 Min |
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Bin auch gut - und von Ralf bis nach Hause eskortiert - heile angekommen.
Vielen Dank an alle für eine lustige Tour und dem Wettergott für den gleißenden Sonnenschein bei genau passenden Temperaturen!
Lasse die Foto-Session noch bis morgen Vormittag laufen. Wer also noch Bilder hat, kann sie bis dahin hochladen. Mache mich dann an den Bericht.
Gruß Ron  _________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.
www.RonGS.de |
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Ralkam ✦✦✦
Topuser
Anmeldedatum: 19.08.2009 Beiträge: 217 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 27.04.2026 08:06 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,12 Min |
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Etwas verspätet.
Ich bin gestern Abend auch gut nach Hause gekommen..
Vielen Dank an Ron für die Organisation und allen Mitfahrenden für den schönen Tag.
LG
Ralf _________________ Ziehe die Schuhe erst aus, wenn du am Wasser bist.
(altes chinesisches Sprichwort) |
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JöTie ✦✦
Topuser
Anmeldedatum: 13.10.2008 Beiträge: 597 Wohnort: Pichelsdorf
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Verfasst am: 27.04.2026 17:42 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,16 Min |
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Ich bin gestern auch wieder gut zuhause angekommen.
Vielen Dank an Ron für Organisation und Durchführung und auch an die Anderen für den schönen Tag.
Bis zum nächsten Mal ...
Viele Grüße
Jörg _________________ Elektronik funktioniert mit Rauch. Wenn der draußen ist funktioniert nichts mehr. |
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Georgiy ✦✦
User
Anmeldedatum: 16.10.2025 Beiträge: 10 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 29.04.2026 17:13 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,26 Min |
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Entschuldigt bitte den etwas verspäteten Beitrag.
Ich bin an dem Tag auch sehr gut wieder nach Hause gekommen.
Die Ausfahrt hat mir wirklich sehr gefallen – eine tolle, angenehme Tour mit einer super Atmosphäre.
Vielen Dank an alle für die gute Gesellschaft!
Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an Ron für sein unglaubliches Engagement bei der Organisation dieses Events!
Gerne wieder! |
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Ben800 ✦✦
Topuser
Anmeldedatum: 26.10.2014 Beiträge: 283
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Chris_K ✦
User
Anmeldedatum: 14.10.2017 Beiträge: 28 Wohnort: Berlin-Steglitz
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Verfasst am: 30.04.2026 02:08 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,37 Min |
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Huch....hier gibt es ja noch eine zweite Seite. Ich hab mich nur gewundert, daß es so ruhig geblieben war nach den 11. Kesselgulasch. Die ganzen weiteren Beiträge zu dieser scjlnen Ausfahrt sehe ich gerade eben erst.
Ach von mir hier vielen Dank für die Organisation dieser schönen Tour durch den Flämming. Bin ebenfalls über Schönhagen, Siethen, Ludwigsfelde wieder wohlbehalten nach Steglitz zurückgekommen.
Es war ja wirklich ein unschlagbar schönes Wetter an diesem Sonntag. Möge das weiterhin auch so bleiben Liebe Grüße an alle Mitfahrer.... |
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Ron ✦✦✦✦
Moderator
Forums-Sponsor
Tourguide
Anmeldedatum: 07.01.2007 Beiträge: 5729 Wohnort: Ofenstadt Velten
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Verfasst am: 02.05.2026 17:25 Uhr Titel: |
Lesezeit: 17,17 Min |
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Unsere etwas verspätete Saisoneröffnungstour konnten wir heute – endlich – zelebrieren. Und so ging es bei bestem Wetter und sehr erträglichen Frühlingstemperaturen auf die Piste. Genauer: wir fuhren in den Hohen Fläming, um mal nachzugucken, wo denn unsere mittelalterlichen Vorfahren so hausten. Wir wollten uns eine Reihe von Ritterburgen anschauen.
Morgens an der Brücke war der Tisch noch leer.
Aber nach und nach füllte es sich und die angemeldeten 12 Mitfahrer waren dann auch vollzählig. Mit dabei waren Benno, Britta, Carola, Christoph, Georgiy, Jörg (JöTie), Jörg (Jörg Bandit 1200), Ralf (Ralkam), Ralf (ralfr12r), Robert, Ulli und ich.
Nach dem Morgen-Kaffe legten wir ab.
Ein Halbmarathon, der um die gleiche Zeit startete und nicht nur die Glienicker Brücke unpassierbar machte, sondern auch halb Potsdam lahmlegte, nötigte uns, die Anfahrt zu ändern und Potsdam komplett über die Autobahn zu umfahren. Immerhin ersparte uns der rechtzeitige Hinweis von Benno, nicht erst in der Glienicker Sackgasse zu enden, um dann umzukehren. So war die Anfahrt etwas spröde und wir haben für den Rest der Saison noch ein paar schöne Strecken am westlichen Ende der Landeshauptstadt. Es hieß also Gummi auf Asphalt wetzen.
Weil die Umfahrung weder geplant noch vorher getestet worden war, trat einmal mehr das Phänomen auf, dass man auf willkürlichen Strecken in Brandenburg früher oder später auf Sand landet. So erging es auch uns. Zum Glück nur auf knapp eineinhalb Kilometern musste eine zwar sandige aber fest gefahrene Buckelpiste gemeistert werden.
Bald hatten wir aber wieder festes Material unter unseren Pneus.
Und weiter ging es auf Nebenstraßen westwärts.
Zurück auf der geplanten Strecke fuhren wir über Saarmund, Langerwisch, Michendorf, Caputh, Kammerode, Klaistow und Busendorf, um hinter Emstal am Emstaler Schlauch (eine Seenkette) im Unterholz unsere erste- also die Einreih-Pause einzulegen.
Viel zu besprechen gab es nicht und unsere zwei heutigen neuen Mitfahrer wollten auch an keiner Reißleine ziehen. So konnte es bald weitergehen.
In Kloster Lehnin ließen wir den Namensgeber rechts liegen. Wir hätten gerne einen Blick auf das Klostergemäuer geworfen aber bei den miesen Parkflächen war das für eine Motorradgruppe nicht zu bewerkstelligen. Also nur mal so, als kleiner, dezenter Wink mit dem Zaunpfahl an die Stadt-Oberen dort! So spurteten wir weiter über Golzow und Ragösen und fuhren in Richtung Groß Briesen in den Nationalpark Hoher Fläming ein.
Weiter über Gräben und Grebs (mit seinem kleinen Fernsehturm), gelangten wir nach Ziesar mit seiner Bischoffsburg.
Und für alle Neu-Brandenburger der wichtige Hinweis: immer, wenn irgendjemand auf dieser Welt den Ortsnamen mit langem "i" als "ziiiiiiihsar" ausspricht, dann fangen bei irgendeinem Märker auf dieser Welt die Ohren an zu bluten. Brandenburg hat so seine ganz eigenen Sprach-Regelungen. Und hier gilt es, den Ort mit kurzen "i" und kurzem "e" getrennt als "Zi – e – Sar" auszusprechen. Dabei handelt es sich um drei slawische Wörter, die so viel heißen wie "Hinter dem See".
Heute fand auch hier ein kleines Volksfest statt, von dem wir uns aber nicht bremsen ließen.
So nahmen wir die Burg in Augenschein.
Dass es sich bei dieser Burg um den Sitz der Bischöfe von Brandenburg gehandelt hat, hat der im 16. Jahrhundert hier residierende Bischoff Matthias von Jagow deutlich gemacht, als er dem 35 Meter hohen Bergfried sozusagen eine "Bischoffsmütze" verpassen ließ. Daher die ungewöhnliche Form der Turmspitze.
Die Burg selbst geht auf das 10. Jahrhundert zurück. In der Gründungsurkunde des Bistums Brandenburg wird sie im Jahr 948 erstmals erwähnt. Mit ihrem Standort nahe den Handels- und Heerstraßen, die den Süden Deutschlands über Magdeburg mit der Ostseeküste verbanden, war sie eine wichtige Wehranlage.
Aber Ziesar hatte noch ein weiteres kleines Geheimnis: gleich schräg vor der Burg steht dieses Haus:
Voller Stolz trägt es dieses Schild:
Und in der Tat! Der "Alte Fritz", oder "Friedrich der Große" oder einfach nur "Friedrich II., König in (bis 1772 danach von) Preußen" hat dieses Haus als sogenanntes "Ablagerhaus" errichten lassen. Es diente als Unterkunft auf mehrtägigen Reisen und stand nicht nur ihm, sondern der ganzen Familie zur Verfügung, wenn die Leute unterwegs waren. Die Bediensteten des Hauses (eine ganze Familie, die für die Küche, das Haus und den kleinen Hof zuständig waren) durften einige wenige Räume selbst bewohnen, wenn kein Reisegast erwartet wurde. Hatte sich aber jemand angekündigt, dann musste die ganze Familie in den Keller ziehen und durfte den Gästen nicht ansichtig werden.
Allerdings hat dieses Haus seit seiner Entstehung einen erheblichen Mangel. Und der liegt in der unmittelbaren Nachbarschaft zu diesem Haus, das im selben Jahr gebaut wurde.
Dessen Bauherr, war niemand anderes als der Baumeister Wilhelm Blanckenhorn. Er konnte sich diesen Bau von dem großzügigen Honorar leisten, das er vom König für die Errichtung dessen Domizils erhielt. Die Tatsache allerdings, dass das Haus des Baumeisters größer ausfiel als das des Monarchen, trieb diesen zur Raserei, als er davon erfuhr. Zur Strafe dafür hat er sein Haus niemals mit seiner Gegenwart beehrt, er hat also tatsächlich nie dort gewohnt!
Der Maurermeister schrieb noch Wirtschaftsgeschichte. Er war ein gesuchter Meister seines Faches. So war er an vielen Bauvorhaben – insbesondere bei der Anlage von Kanälen – beteiligt. Seinen Betrieb, den sein Vater im Jahr 1700 gegründet hatte, trugen seine Nachfahren über Lehnin nach Berlin, wo er bis zum Jahr 1950 als "Hotibag" (Hoch- und Tiefbaugeschäft) in der Spenerstraße in Berlin-Moabit existierte und damit eine 250-jährige Firmengeschichte aufweisen konnte.
Für uns war es nun Zeit, wieder aufzusatteln
und abzulegen (im Hintergrund noch einmal das "Ablagerhaus").
Die Reise ging nun über Schopsdorf, Magdeburgerforth, Drewitz und Lübars nach Loburg, wo wir die dortige Kirchenruine und die Burg nur passierten und weiter nach Lindau vorstießen, wo wir wieder die Bilder und die Historie aufnehmen wollten.
Die hiesige Burg Lindau entstammt wohl auch dem 9. oder 10. Jahrhundert. Slawische Scherbenfunde weisen darauf hin. Die auf einem Sandsporn in ein Sumpfgelände der Nuthe hineinragende Burg wurde unter dem Herren Evererus von Linau im Jahr 1179 erstmals urkundlich erwähnt. Der dicke Bergfried (der der Landbevölkerung vor allem im Dreißigjährigen Krieg als Zuflucht diente) und das Tor sind noch gut erhalten.
Der nächste Halt war in Zerbst die Tankpause.
Gleich danach fuhren wir an der alten Stadtmauer (1250) von Zerbst entlang, hinter der direkt das Franziskaner-Kloster aus dem Jahr 1235 liegt. Von 1603 bis 1793 war Zerbst die Residenzstadt der Fürsten von Anhalt-Zerbst. Auf sie werden wir noch einmal zurückkommen.
Aber zunächst hieß es weiter gen Süd-Ost nach Roßlau zu fahren, um die dortige Burg zu besuchen.
Zugegeben: dieses Bild ist schon ein paar Jahre alt. Es zeigt die Burg in etwa im heutigen Zustand. Wenn keiner der Mitfahrer selbst ein paar Bilder macht und diese einsendet, dann passiert es eben, dass ein aktuelles Bild in der Totalen fehlt.
Es gab noch ein paar Worte vorab, bevor wir ins Detail gingen.
Wie viele dieser Anlagen steht auch die Burg Roßlau auf den Überresten einer slawischen Siedlungsburg. Ihre Errichtung reicht in das 12. Jahrhundert zurück. Eine Besonderheit dieser Anlage ist die für das Mittelalter sehr fortschrittliche Warmluftheizung (so wie wir sie z. B. auf der Marienburg sehen konnten). Außerdem fand man bei Ausgrabungen unter anderem einen goldenen Ring (der "Roßlauer Treuering"), der vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammt und als einer der ältesten Eheringe in Deutschland gilt. Große strategische Bedeutung hatte die kleine Rundburg nicht. Sie diente vielmehr als Wohnsitz adliger Familien (überwiegend derer von Schlichting).
Der einzige "Schandfleck" an dieser hübschen Burg ist die heutige durchgehende Fassade, die nicht dem originalen Bauzustand entspricht. Bis etwa 2012 waren noch überall die Felssteinmauern zu sehen, was dem Original näherkam. So sah es zuvor aus:
Ich habe mal beim Landeskonservator angefragt, warum man die untypische Fassade aufgebracht hat. Ich erhielt eine sehr ausführliche Antwort. Dies war der einzige – auch finanziell mögliche – Weg, mit Unterstützung von privaten Geldern den Erhalt der Gesamtanlage dauerhaft zu sichern.
Bevor wir hier in der Burgschenke einkehren wollten, musste aber noch ein anderes Geheimnis gelüftet werden: hier, an der Scheune der Burg, findet sich zwei Monogramme.
Die Jahreszahl weist auf das Jahr der Errichtung der Scheune hin, also 1750. Aber viel spannender ist, dass uns das linke Monogramm schon einmal begegnet ist: im Oktober 2023 hatten wir eine Tour zum Thema "Katahrina die Große" unternommen. Sie war eine deutsche Prinzessin namens Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst und hat die letzten Jahre auf Schloss Zerbst gelebt, bevor sie im Jahr 1744 im Alter von 15 Jahren nach Russland verheiratet wurde. Bekanntlich hat sie es dort, als Zarin Katharina II. ziemlich wild getrieben. Nicht nur, dass sie eine Liebschaft nach der anderen hatte (man zählte über 20 sogenannte "Favoriten"), ließ sie auch ihren Gatten, den Zaren Peter III. um die Ecke bringen, um so allein herrschen zu können.
Und nun stellt sich die Frage, wie ihr Monogramm auf diese Scheune gekommen ist. Denn in der damaligen Tour hatten wir festgestellt, dass das geschwungene "E" (russisch für Ekatharina) mit der römischen Zwei in der Mitte und der Buchstabe "I" (leicht nach links geschwungen) für "Imperatrix" das offizielle Monogramm der Regentin war, wie es z. B. auf einem 5-Kopeken-Stück aus dieser Zeit zu finden war.
Die Lösung lautet: obwohl Katharina nicht die Herrin von Anhalt-Zerbst war, denn das war ihr Bruder Friedrich August (dessen Monogramm in Gestalt eines geschwungenen "F" mit dem Strich in der Mitte und dem ebenso geschwungenen "M"). Aber Katharina hatte an der Burg Roßlau einen Anteil. In manchen Quellen heißt es, sie habe die Burg gekauft. Das lässt sich aber nicht sicher sagen. Wohl aber hat sie die Burg Roßlau für einen für sie wichtigen Zweck genutzt: wie andere Staaten auch, hat Katharina Siedler angeworben, um sie in ihrem sich vergrößernden Reich (Landgewinne durch Kriege im weiten Osten und Südosten gegen die Türken und andere Völker) als Bauern das Land bestellen zu lassen. Sie zahlte jeder Person, egal ob Kinder, Erwachsene und Alte, einen bestimmten Tagessatz für die Dauer ihrer Reise. Davon mussten sie ihre Unterkunft und Verpflegung bezahlen. Die Burg Roßlau war dabei die zentrale Sammelstelle, bevor die Reise in großen Gruppen angetreten wurde. Die hier erhaltene Unterkunft und Verpflegung mussten die Leute an den Burgverwalter bezahlen. Dieses Geld floss dann in die Taschen der Familie von Anhalt-Zerbst. Böse Zungen unterstellen Katharina, dass dies alles allein ein Manöver war, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Na, ja. Wenn man in das Russland der heutigen Tage blickt, wo ein ziemlich unwürdiger Emporkömmling es einer Katharina gleichtun will und in seinem Eifer nicht merkt, dass er deren Größe nie wird erreichen können – das mit der Vetternwirtschaft klappt ja schon einmal.
Während sich unsere Gäule weiter ausruhten,
nahmen wir direkt vor der hiesigen Burgschenke Platz.
Normalerweise gab es hier bis auf Bockwürstchen nichts zu beißen. Für uns aber hatte der Wirt eine Ausnahme gemacht: wie bestellt, bekam jeder eine Portion Kesselgulasch und das zu einem günstigen Preis.
Hier die kleine Schenke im Inneren.
Nach dem Essen hieß es noch entspannen
oder den Burghof zu besichtigen.
Vor der Restaurierung hatte es hier so ausgesehen:
Für uns war es nun Zeit, die Weiterfahrt anzutreten. Wir verließen die Burg.
Zuvor hatten wir eine Planänderung besprochen: die Burg Rabenstein wollten wir auslassen und peilten nun das Schloss Wiesenburg an. So fuhren wir über Luko und Düben, passierten einen sehr neuralgischen Ort an der Kreuzung B107 und A9 (dem ein oder anderen bekannt), um dann auf der B107 nach Norden zu fahren, und hinter Jeserig/Fläming den gleichnamigen Ort Wiesenburg zu erreichen.
Hier wollten wir einen Blick auf eine ebenfalls sehr alte und interessante Anlage werfen.
Basis ist eine Burg aus dem 12. Jahrhundert, die von Albrecht dem Bären errichtet wurde. Urkundlich erstmals erwähnt wird sie im Jahr 1161. Schon im Jahr 1180 kam die Burg zum Herzogtum Sachsen und sollte zusammen mit der Burg Rabenstein und Burg Eisenhardt als Verteidigungslinie gegen die Kurmark Brandenburg und denselben Markgrafen Albrecht – ihrem Gründer – herhalten. Nach einem großen Brand im 16. Jahrhundert wurde die Burg um einen Schlossneubau ergänzt.
Heute wird das Innere des Schlosses privat bewohnt, deshalb kam man nicht weiter hinein. Der Eigentümergemeinschaft obliegt es, die Anlage ihrer historischen Bedeutung entsprechend in Stand zu halten.
Die Köpfe oberhalb des Tores sind ziemlich neu.
Sie sollen in gleicher Tradition die heutigen Erbauer und Instandhalter würdigen. Der ganz junge Mann ist der Sohn des Steinmetz.
Im Eingangsbereich die Briefkästen der Bewohner.
Wir nahmen erneut Abschied.
Mit der Nachmittagssonne im Rücken
passierten wir Bad Belzig und ließen heute auch die Burg Eisenhardt aus und fuhren weiter ostwärts über Brück, Linthe, Schlalach und Wittbrietzen
und schließlich auf bekannten Pfaden, nämlich dem kilometerlangen Plattenweg, nach Dobbrikow.
Hier angekommen gab es Kaffee und Süßkram und einmal mehr, wenn auch sehr selten in letzter Zeit, eine Standeserhöhung zu feiern. Robert erhielt heute sein "Goldenes Band".
Die auf 289 km gekürzte Tour fand bei trockenem Wetter und grandiosem Sonnenschein statt. Die Temperaturen der Luft waren herrlich (nicht zu warm, nicht zu kalt) und die des Teams bestens bei immer guter Laune. So macht das Ganze spaß und geht diese Saison hoffentlich weiter!
Bis zum nächsten Mal!
Gruß Ron  _________________ Wer nicht gelebt hat, der kann auch nicht sterben.
www.RonGS.de |
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Jörg Bandit 1200 ✦✦✦✦
Topuser
Anmeldedatum: 20.06.2011 Beiträge: 687 Wohnort: Berlin, Reinickendorf
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Guzzi-Peter ✦✦✦
Topuser
Anmeldedatum: 27.09.2018 Beiträge: 249 Wohnort: Berlin-Schöneberg
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Verfasst am: 03.05.2026 09:19 Uhr Titel: |
Lesezeit: 0,09 Min |
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Moinsen zusammen,
ein ganz toller Bericht Ron,
den besten, den du je angefertigt hast (in meinen Augen)
Bis bald mal wieder
dLzG Peter _________________ Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen...
"Es gibt immer einen Anfang für das Bessere..." |
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